| Der
gedrehte Kirchturm Über die
umfangreichen Renovierungsarbeiten an der Kirche s."Aktuelles aus
Puiseaux" |
![]() Kirche Notre Dame von Puiseaux
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Hauptplatz ein Galgen errichtet wurde und die Wände der
öffentlichen Gebäude mit Aufrufen zur Gewalt benutzt wurden; jedoch niemand wagte, sie
entfernen zu lassen.)
Der Kommandant von Château-Thierry, der beauftragt wurde, den Aufruhr der
Gâtinais-Bauern zu beenden, vermied Blutvergießen nur durch großen Aufwand an
Diplomatie.
Die Nationalversammlung mußte nachgeben, um die Revolte zu beenden.
Im Jahre 1814 durchquerten die Kosaken die Stadt. Durch ein
dem General Tchernichef gegebenes Festmahl wurde die Plünderung der Stadt vermieden:
Puiseaux kam noch einmal gut davon!
1940 gab es weder Bombardierungen noch Kämpfe in Puiseaux,
und trotz grausamer Schicksale, die manche Einwohner der Stadt durchstehen
mußten,
überstand die Stadt den Krieg schadlos.
| Die gedrehten Glockentürme in Europa | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Modell 1:
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Das Interesse für
die gedrehten Glockentürme wurde erst 1988 nach der Restaurierung des
Kirchturmes in Sérignac (Lot et Garonne) erweckt.1989 nimmt der
archeologische Verein aus Puiseaux das Thema auf. Das von der Gemeinde Puiseaux herausgegebene Buch "Gedrehte Glockentürme in Europa" beschreibt 108 europäische Glockentürme, und zwar: 63 in Frankreich, 19 in Deutschland, 7 in Österreich, 9 in Belgien, 2 in Dänemark, 3 in Groß-Britannien, 1 in Italien und 4 in der Schweiz. (Stand Mai 2006) Nicht alle Kirchtürme konnten bis jetzt registriert werden, sowohl in Frankreich wie im Ausland. Die Meinung der Zimmerleute Das Zimmerhandwerk ist eine alte Wissenschaft. Die Zimmergesellen übermittelten von Generation zu Generation die uralten Traditionen eines Handwerks, das sich an die modernsten Techniken unserer Zeit anzupassen wußte. Die Konstruktion solches Zimmerwerkes wurde von Theoretikern auf Umrisse und Pläne realisiert. Man kann 3 Meister zitieren, die Werke über die gedrehten Glockentürme geschrieben haben: Nicolas Fourneau, Emile Delataille und Mazerolles. Aber nur Nicolas Fourneau wird seine Idee realisieren können. Er baute einen gedrehten Glockenturm in Gaillon (Normandie), der leider seit Jahrhunderten nicht mehr existiert. Gewollt oder Zufall Diese Frage wurde oft umstritten. Von den 79 gezählten Kirchtürmen wenden die meisten von links nach rechts um. - Das ist die natürliche Drehrichtung des Holzes das beim Trocknen schlecht gelagert wird. - Die Drehrichtung aber überschreitet nicht die Achteldrehung, es sei denn, man möchte die Verwindung hervorheben, wie bei der Turmspitze in Nantes. Die heiligen Schutzpatrone Von 53 Kirchen kennt man den Schutzpatron, nach dem sie eingeweiht wurden. Nach der Liebfrau wurde Sankt Petrus am meisten gewählt. Nun scheint es, dass die Kirchen mit gedrehten Glockentürmen die gleichen Schutzpatrone bekamen wie die herkömmlichen Kirchen. Das heißt, diese Kirchtürme haben nichts mit dem Namen eines bestimmten Schutzpatrons zu tun. Die pyramidale Form Die Mehrzahl der Glockentürme ist achteckig wie bei Puiseaux. Die Ausnahmen dieser Regel sind Spitztürme, denen man laut Plänen eine bestimmte Windung gab. Das Dachwerk der Glockentürme ist meist genormt. Die Zahl der Neigungsflächen geht von 2 bis 8. Die Zahl von 2 oder 4 Neigungsflächen wurde nie festgestellt bei Spitztürmen, deren Windung dem Zufall nicht überlassen wurde. Diese Spitztürme sind im allgemeinen niedrig. Die Bestandteile des Zimmerwerkes sind 3-eckig und verhindern jede Deformation. Die 8-eckigen Kirchtürme sind schlanker und besitzen keine Stützteile. Das Baumaterial der Bedachung 1) Dachziegel: Dieses Material wurde bei niedriger Neigungsfläche des Turmes benutzt. 2) Holzschindel: In Gebirgs- oder Waldregionen verwendet. 3) Metall: Blei oder Zink. Vom Gewicht her belastet dies Material die Glockentürme stark, manchmal bis zur Einsinkung und Verwindung (Chesterfield, England). 4) Schiefer: Ein ideales Material wegen seiner Leichtigkeit, seiner Abdichtung und Leichtbearbeitung. Bei manchen Türmen wurden die Ziegel, Schindeln oder Metall durch Schiefer später ersetzt. Die Richtung der Verwindung In den Alpenregionen (Schweiz oder Österreich) läuft die Richtung der Verwindung nur von rechts nach links. Da diese Türme immer 4 Giebel besitzen, kann man von einer "Standard-Art" sprechen. In Deutschland hat man genauso viel Verwindungen von rechts nach links wie umgekehrt. In Frankreich und Belgien tendiert die Richtung von links nach rechts. Leider kann man keine feste Regel definieren. Bei gewollter Drehung kann ein Zimmermann oder ein Architekt sich die Richtung der Drehung ausdenken, bei den zufälligen Fällen bleibt die Frage offen. Wenn in einen Glockenturm ein Pfriem ohne Stützteile zum Trocknen kommt, wird die Verwindung immer von links nach rechts laufen. Dagegen kann die Drehung diese oder jene Richtung nehmen, wenn kein Pfriem vorhanden ist. Die Bevölkerung der Gemeinden Es scheint, dass die Zahl der Bevölkerung einer Gemeinde einen Einfluß auf die Art der Glockentürme hat. Ist die Zahl gering, baut man einen Kirchenturm mit 2 Neigungsflächen oder einen Pyramidenturm mit 4 Flächen, weil es billiger ist. Ist die Zahl über 10.000 Einwohner erreicht, werden die Kirchtürme von spezialisierten Handwerkern gebaut. Ihre Konstruktion bleibt auch ohne Verwindung. Hingegen bei einer mittleren Bevölkerungsdichte trifft man Kirchen von mittlerer Größe mit achteckigen Türmen und hier sind die Chancen günstiger, einen gedrehten Glockenturm zu finden. |
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Table de matières/Übersicht
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