April 2002 1939 –1945 Puiseaux in sorgenvoller Zeit
  Ausgehend von Archiven und Zeugenaussagen hat Jean-Claude Pompée mit Hilfe der Société archéologique an diesem Wochenende eine Ausstellung gemacht.

Ab Ende April wird das Buch veröffentlicht, welches das Leben in Puiseaux während der Kriegsjahre beschreibt.

6 Jahre lang hat Jean-Claude Pompée Dokumentation zusammen getragen, Zeugenaussagen aufgenommen und die Archive des Rathauses durchstöbert, um die Episoden des letzten Krieges im Kanton zusammenzustellen.

Die Vorbereitungen zur passiven Verteidigung, die Auswanderung, die Aufnahme der Flüchtling, die Rationierung, die Fallschirmabwürfe, die Verhaftung der Geiseln und die Ankunft der Amerikaner, all’ diese Ereignisse bis ins Kleinste erzählt, verleihen der Geschichte eine bewegende, menschliche Dimension.

Die Auswanderung
Emile Tinet, Bürgermeister und Regionalrat schreibt dem Präfekten, um über die Ereignisse zu berichten :

„Freitag, den 14. Juni 1940 : Während der ganzen Nacht vom 13. auf den 14., sowie während des ganzen Tages und der Nacht vom 14. auf den 15. sind die Hauptverkehrsachsen in beklagenswerter Weise von der zur Loire stoßenden französischen Armee, verstopft, die behindert wird von unzähligen Flüchtlingsfahrzeugen.

Im Rathaus, wohin die Offiziere und eine Menge Leute strömen, werden Benzinmarken verteilt, um die Abfahrt, der in Panne gefallenen Fahrzeuge, zu beschleunigen. Es sind mehr als 5000 Fahrzeuge in diesem Fall...

Samstag, den 15. Juni : Die Ankündigung der Abfahrt von Geschäftsleuten bereitet einen bedrückenden Eindruck und verursacht große Verwirrung. Andererseits erfährt man frühmorgens in der Stadt, dass die Gendarmerie, die Steuereinnehmer, die Post und die Bahnangestellten fort sind. Der Herr Pfarrer ist ebenfalls gegangen. Es bleiben eine Bäckerin ohne Personal, ein Metzger ohne Laden (fahrend), es gibt keinen Fleischer mehr. Der Verwalter des Wasserwerks ist ebenfalls gegangen, sein hohes Alter vorschiebend, allerdings hinterlässt er voll gefüllte kommunale Reservoirs (300). Gegen 17 Uhr wird der Strom abgeschaltet und gegen Mitternacht ist der Wasservorrat aufgebraucht.

Sonntag, den 16.Juni. Ab dem 16. Juni, Tag des Einmarsches der deutschen Truppen in Puiseaux habe ich, auf Befehl eines deutschen Offiziers in meinem Büro im Rathaus übernachten müssen. Nach einigen Bemerkungen über den Einsatz schwarzer Truppen in der französischen Armee, hatte dieser Offizier mir übrigens angekündigt, dass ich erschossen würde, falls irgend ein Attentat auf einen deutschen Soldaten verübt würde".

Am 10. August 1944 wurden Emile Tinet, sein Sohn Etienne und 11 weitere Personen als Geiseln genommen und nach Deutschland deportiert, nur 3 Überlebende werden über das, was sie erlebt haben, berichten können...

Die Einschränkungen.
Lebensmittel, Haushalts- und Industriegegenstände werden schnell fehlen, die öffentlichen Gärten werden zu Gemüsegärten und selbst in der Stadt werden Kaninchen, Hühner und Schweine gehalten.

Bezugsmarken gibt es für Fleisch, Brot, Milch, Brennstoff und sogar Kleidung... Jeder wird versuchen zurecht zu kommen um den Mangel zu beheben, es wird Gerste gegrillt, um den Kaffee zu ersetzen, die Milchsahne wird zu Butter verarbeitet, man wird eigene Seife herstellen...

Die Zeugenaussagen.
Jean-Claude Pompée hat Zeugnisse aufgenommen von zahlreichen Personen, die diese bewegte Zeit erlebt haben.

Die genau wiedergegebenen Aufnahmen vermitteln uns die lebendige Erinnerung an Episoden, wie dem Zwangsarbeitsdienst, den Taten des Widerstands unter anderem die Fallschirmabwürfe oder die Aufnahme der Widerstandskämpfer im Transit, der Deportation und der Befreiung.

Raymond Bourdois, Lebensmittelhändler in Puiseaux, 1983 verstorben, war einer der ersten, dessen Aussage schriftlich niedergelegt wurde:

„Abends gingen wir vor 9 Uhr fort, nachher hatten wir kein Recht uns außer Haus zu begeben. Wir gingen, die einen und die anderen, einer in eine Richtung, der andere in eine andere. Es gab Fallschirmabwürfe in Bromeilles, Boësses, schließlich, in all’ diesen Ecken dort.

Wir versteckten uns in den Wäldern von Bromeilles. Wir warteten bis Mitternacht, halb eins oder ein Uhr. Auf einmal hörten wir ein Flugzeug. Dann waren wir da mit unseren kleinen roten Lampen. Wir machten ein großes Feuer. Und anderentags in Puiseaux hörte man „ Ach, ich weiß nicht was diese Nacht passiert ist, aber man hat einen lauten Krach gehört"

Es war ein großes Flugzeug, das mit, ich weiß nicht, wie viel Tonnen Containern, von 2.5 bis 3m Höhe. Es war wie kleine Bomben, so dick etwa. Es war voll mit Munition, Gewehren, mit allem halt...."

Ein Buch, erhältlich Ende April.
Die Ausstellung, mit ihren 32 Tafeln, gibt die Möglichkeit einen Teil der zahlreichen, gespeicherten Dokumenten zu entdecken.

Das Buch hat ungefähr 300 Seiten, mit 150 Illustrationen und erforderte 2 Jahre Redaktionsarbeit. Es wird zum Preis von 32 Euro verkauft.

   
Ergebnis der Kommunalwahl vom 11. März 2001 Christian Blumenfeld erneut Bürgermeister unserer Partnerstadt Puiseaux

Am Freitag, 16. März 2001, fand die konstituierende Sitzung des Gemeinderates von Puiseaux statt. Unter dem Vorsitz des Alterspräsidenten wurde Christian Blumenfeld wieder in das Amt des Bürgermeisters eingeführt, ebenfalls Jean-Claude Pompée als Erster Beigeordneter. François Bordry wurde Zweiter Beigeordneter an der Seite von Claude Houzé, der zum Dritten Beigeordneten gewählt wurde.

Am 29. März wird die erste Sitzung des neu gewählten Rats stattfinden, in der die Mitglieder der Ausschüsse und die Mitglieder für die verschiedenen Aufgaben innerhalb der kommunalen Kommissionen gewählt und ernannt werden... Die Wahlen sind beendet, die Arbeit kann beginnen!

Insgesamt gab es bei der Kommunalwahl von Puiseaux folgendes Ergebnis:

Wahlberechtigt:              1 921 Personen
Abgegebene Stimmen: 1 192
Gültige Stimmen:            1 070

Mandate 22

Liste "Vereinigte Liste für Puiseaux"

Name

Stimmen

Houzé, Claude

983

Herblot, Marie-Claude

978

Braat, Evelyne

947

Lévêque, Jean-Claude

937

Cendrier, Claudie

928

Bruin, Marie-Thérèse

925

Nauleau, Luc

913

Charillon, Alain

910

Hauguel, Olivier

906

Chagas-Coursières,
Marie-Thérèse

902

Tietze, Ulrike

898

L'huillier, Jean-Pierre

896

Boulet-Zurlinden, Elisabeth

892

Belnoue, 0livier

890

Le Frapper, Serge

890

Urbaniak Christian

889

Bultel, Dominique

887

Blumenfeld, Christian (Bürgermeister)

883

Bordry, François

883

Nebout, Alain

862

Dubourdieu, Michel

853

Bennat, Michel

831

Pompée, Jean-Claude

814

Gewählt: wurden 22 Mitglieder sowie Christian Blumenfeld zum Bürgermeister

Kommunalwahl
11. März 2001
Die Liste steht!

François Bordry zuständig für soziale Belange?

An der Spitze einer eigenen Liste anläßlich der letzten Gemeindewahlen hat François Bordry den Listenplatz von Christian Blumenfeld sehr postiv beurteilt:

"Wir haben zusammen in einem guten Einverständnis gearbeitet und ich denke, dass er selbstverständlich weiter arbeiten sollte. Vereinigt in einem gemeinsamen Geist, werden wir als kommunales Team unsere jeweiligen Erfahrungen einbringen.

Zu seinem Teil sagt er, er sei bereit, sich um die sozialen Bereiche im zukünftigen Gemeinderat zu kümmern. "Um die Lebensqualität in Puiseaux zu bewahren, muss man alle neuen Probleme die sich aus der Nähe der Umgebung von Paris und in der Entwicklung einer modernen Welt ergeben, Kompetenzen in Synergien legen".


BLUMENFELD Christian, 62 Jahre, Lehrer (pensioniert), Bürgermeister

BELNOUE Olivier, 28 Jahre, technischer Angestellter
BREE SENNAT Michel, 53 Jahre, Rentner
BORDRY François, 53 Jahre, Vorsitzender für Öffentlichkeitsarbeit in der Regionalversammlung,
Gemeindevertreter
BRAAT Evelyne, 27 Jahre, Gewerbetreibende
BRUIN Marie-Thérèse, 53 Jahre, Kindergärtnerin
BULTEL Dominique, 39 Jahre, Bankangestellte
CENDRIER Claudie, 41 Jahre, Gewerbetreibende
CHAGAS-COURSIERES Marie-Thérèse, 37 Jahre, Sekretärin
CHARILLON Alain, 36 Jahre, Lehrer, Gemeindevertreter
CULIERAS Marie-José, 62 Jahre, Doktor der Zahnchirurgie
DUBOURDIEU Michel, 56 Jahre, Verkäufer
HAUGUEL Olivier, 36 Jahre, Arbeiter
HERBLOT Marie-Claude, 40 Jahre, Expedient der Landwirtschaftsgenossenschaft
HOUZÉ Claude, 62 Jahre, Handwerker, Gemeindevertreter
L'HUILLIER Jean-Pierre, 56 Jahre, Rentner
LE FRAPPER Serge, 63 Jahre, Rentner, Gemeindevertreter
LEVEQUE Jean-Claude, 54 Jahre, Bankangestellter, Gemeindevertreter
NAULEAU Luc, 53 Jahre, Direktor, Gemeindevertreter
NEBOUT Alain, 47 Jahre, Direktor der HEC
POMPEE Jean-Claude, 63 Jahre, Lehrer (in Pension), Gemeindevertreter
TIETZE Ulrike, 51 Jahre, Sachbearbeiterin
URBANIAK Christian, 39 Jahre, Lehrer, Gemeindevertreter

 
Nov. 2000  Die Taverne de Rély feierte ihr 20jähriges Bestehen
pierre saint
Freitagabend, 27. Oktober, hatte Herr Pierre Saint sein Personal und seine Freunde zu einer kleinen Feier anläßlich des 20jährigen Bestehens seines Restaurants der "Taverne de Rély" geladen.
Herr Saint wollte damit all jenen danken die am Erfolg seines Geschäftes mitgewirkt hatten, insbesondere seinem Personal das heute 22 Personen zählt.
Herr Dr. Frérot, conseiller général und Herr Blumenfeld, Bürgermeister von Puiseaux
haben beide unterstrichen, dass das Puiseaux-Restaurant sein Bekanntheitsgrad in der Region der Arbeit und dem Durchhaltevermögen von M. und Mme. Saint zu verdanken hat.
Vor dem traditionellen Freundschaftstrunk hat Herr Saint Mme. Deserville und
M. Vilaine eine Urkunde und ein Andenken an Ihr 20jähriges Mitwirken übergeben.
Das Personal hat ebenfalls Geschenke an Mme. Deserville und M. Vilaine übergeben sowie einen wunderschönen Pokal an Pierre Saint.
Der Arbeitskreis Partnerschaft mit Puiseaux sagt herzlichen Glückwunsch und wünscht Familie Saint weiterhin alles Gute.
 
Mai 2000 Das Haus Croix St. Anna
 
Schon 1999 wurde berichtet, dass die Gemeinde Puiseaux als Mieter den ehemaligen Laden Shopi übernommen hatte um daraus ein Zentrum für Treffen und verschiedene Aktivitäten zu machen.
Sanitäre Anlagen für Behinderte wurden eingerichtet, die letzten Spuren des Ladens beseitigt, die Wände neu gestrichen und die 

Saal von Croix St. Anna - Tanzfläche
  elektrische Anlage sachgemäß geprüft. 1998 angefangen, wurde der Umbau ein Jahr später beendet. Um darin die Geräte der Kommune und der Vereine zu lagern, wurden große und solide Schränke gebaut. Dieser Saal war schon der Treffpunkt mancher Versammlungen, Lotos etc... Vor einigen Monaten wurde der ehemalige Fußbodenbelag aus der Sporthalle verlegt und Spiegel wurden für die Tanz- und Gymnastik- Abteilungen installiert. In den nächsten Monaten soll eine Bühne installiert werden. Alle diese Umbauten wurden vom Gemeinde-Personal durchgeführt.

 

Mai 2000 Über die umfangreichen Renovierungsarbeiten an der Kirche  Notre Dame de Puiseaux
 
Letztes Jahr fing ein neuer Abschnitt der Umbauten an:
  • die Öffnung der 4 hohen Fenster des Nordschiffes;
  • die Restaurierung der Strebebögen und der Terrasse des Nordseitenschiffes;
  • das Niederreissen der drei Dachterrassen des Südseitenschiffes und deren Ersatz durch eine Pavillonbedachung:
  • die Abdichtung der übrigen Dachterrassen an der Südseite;
    Im Jahr 1998 begonnen, setzten sich die Umbauten bis 1999 wegen der Vielseitigkeit der Arbeiten fort.

Es begann mit der Öffnung des dritten hohen Fensters. Dieses Fenster war völlig verschwunden und durch eine Mauer aus Bruchsteinen ersetzt. Die Steinmetze mussten Bogen, Fensterrosen und kleine Säulen wiederherstellen. Sie wurden nach Plan und vor Ort bei der Errichtung konzipiert. Es gab keine Nachbesserung.

 
Rekonstruierte Skulptur

Zwei restaurierte Fenster im Nordschiff

Restaurierter Strebebogen
 
Restauriertes Fenster im Nordschiff
Zur gleichen Zeit wurden die Strebebögen gereinigt und restauriert.
Außerdem wurden Pavillonbedachungen auf den 2,3 und 4 Südschiffseiten gebaut. Diese Dachwerke waren vor der Revolution vorhanden und Dachtraufen aus Stein wurden unter der Terrasse nach deren Abriss wieder gefunden und erneut benutzt. Unsere schöne Kirche gewinnt dadurch ein neues Ebenmaß. Mit der Abdichtung der Terrasse des 1. südlichen Joches wurde die letzte Arbeit im Januar 2000 begonnen. Dann bleibt nur die Restaurierung des nördlichen Seitenschiffes und aller Kirchenfenster dieser Fassade zu erledigen. Die Aussenansicht der Kirche bekommt also ihren ehemaligen Glanz zurück. Die Restaurierung des Innenbaus wurde schon in Betracht gezogen. Da die Reparaturen der während des letzten Sturmes beschädigten Gebäude Priorität haben, kann man nur hoffen, dass die Innenrestaurierung doch noch stattfindet.
   
Februar 2000 Die archäologische Gesellschaft bereitet eine Ausstellung über die Kirchen des Kantons vor



Fünfundzwanzig Personen nahmen an der Hauptversammlung des archäologischen Vereins von Puiseaux teil.
Die Versammlung wurde von dem Vorsitzenden Jean-Claude Pompée eröffnet, der M. Blumenfeld, Bürgermeister von Puiseaux, sowie die Herren Vincent Brichard und Lespargot entschuldigte.

Er berichtete über die Aktivitäten des Vereins im Jahr 1999: das Osterwochenende mit der Ausstellung im Rathaus zum Thema „Puiseaux und seine Straßen im Lauf der Jahrhunderte", Ausstellung die zahlreiche Neugierige angelockt hat zwecks Vertiefung ihrer Puiseaux-Kenntnisse., die Ausflüge an denen die Mitglieder des Vereins teilgenommen haben, der erste Ausflug führte in die Gegend von Niort, dann am 9. Oktober nach Olivet mit einem Vortrag zum Thema „Luftbild-Archäologie".

Schließlich besuchte man am 23. Oktober Ferrières-en-Gatinais mit seiner alten Abtei und der Kapelle des alten Priors, Dom Morin sowie den zwei Kirchen der Stadt, die Ausgrabungen in Gironville mit den Gruben aus der Goldzeit der Bronze, Erkundungen aus der Luft von Maurice Lejour, der mit seinem ULM ein paar Dutzende geschichtlich bedeutsame Anlagen ausmachen konnte.

Die Projekte für das Jahr 2000: zuerst die Ausstellung an Ostern zum Thema „Kirchen des Kantons", Ausflüge nach Fontainebleau oder Versailles, Stopp der Ausgrabungen in Gironville auf Grund von landwirtschaftlichen Arbeiten, werden aber im Jahr 2001 fortgesetzt.

Nach dem Ehrentrunk , zu dem M. Blumenfeld noch rechtzeitig kam, wurde das Essen in der Taverne Rély serviert. Nachmittags gab es eine Konferenz präsentiert vom Lehrer Patrick Blandin, Direktor der großen Galerie der Entwicklung des Nationalen Museums der Naturkunde und von Frau Martine Linglart, Doktorant am M.N.H.N. wo die Ergebnisse der seit 1992 unternommenen Forschungen in den Wäldern von Boucherot in Bromeilles und Trumeau in Burcy hinterlegt sind. Diese Forschungen werden vom Nationalen Forschungszentrum unterstützt. Folgendes wurde angesprochen: die Fauna, die Flora, die Geschichte, ihre Rollen in der Landschaft. Im Großen und Ganzen ein reicher Tag mit Entdeckungen aller Art.


Okt./Nov. 1999 Bernard Ladon  ist verstorben


Bernard Ladon 1983

Der Arbeitskreis Partnerschaft mit Puiseaux trauert über den Tod von Bernard Ladon, der an den Folgen einer langen Krankheit gestorben ist.

Bernard wurde 1931 in Belgien geboren, wo er ein Kunststudium absolvierte. Er kam in jungen Jahren mit seinen Eltern nach Egry, bei Beaune-La-Rolande, wo er den Beruf des Glasers von seinem Vater erlernte, und so interressierte er sich für die Kunst in der Welt der Kirchenfenster. Er wandte sich danach dem Siebdruck zu. Als Plakatdrucker war er jede Woche für die Aushänge der Kinos der Region verantwortlich. Die Lust zu schreiben, quälte ihn schon immer und so wurde er freier Mitarbeiter des Courrier du Loiret und zuständig für die Nachrichten aus der Region rund um Beaune-la-Rolande.
Seine Leidenschaft für den Journalismus führte dazu, als Praktikant am 1. April 1976 bei der Zeitung anzufangen. Drei Jahre danach bekam Bernard Ladon seinen Presseausweis. Er wurde ein leidenschaftlicher Journalist. Als Lokalredakteur für die Bezirke von Beaune und Puiseaux kannte jeder seine Hingabe und seine großen menschlichen Qualitäten. Aber Bernard Ladon begeisterte sich nach wie vor für die Kunst, und so schrieb er in seiner Freizeit weiterhin ausgezeichnete Artikel.

Auch für die deutsch/französische Partnerschaft hat er sich sehr engagiert. Unvergessen ist seine Berichterstattung über das Deutsche Bierfest 1979. Er trug damals einen Bart wie Salvator Dali und rauchte dicke Zigarren, das machte ihn unverwechselbar (s. Bild links).
Auch nach seiner Pensionierung am 1. März 1994 hatte er sich weiterhin in Egry, zusammen mit seiner Frau, die viele Jahre stellvertretende Vorsitzende des Partnerschaftskommitees war, engagiert.

Wir haben einen guten Freund der deutsch/französischen Partnerschaft verloren.

August 1999 Der gedrehte Kirchturm von Puiseaux
Puiseaux gehört zu den 90 Städten Europas, welche einen gedrehten Kirchturm besitzen.
Dies ist ein Kongreß wert. Bericht.

Die neunte Hauptversammlung des Vereins der gedrehten Kirchtürme von Europa wurde in der Gascogne abgehalten. Bei dieser Gelegenheit ist der stellvertretende Bürgermeister von Puiseaux, Jean Claude Pompée Schatzmeister dieses Clubs geworden.

Puiseaux hat in der Tat einen eigenartigen Kirchturm. Solche Kirchtürme sind nicht oft anzutreffen. Deswegen wurde auch ein Verein gegründet, dem nun 90 Gemeinde aus ganz Europa angehörern. Jedes Jahr kommen Vertreter dieser Gemeinden zu einer Hauptversammlung zusammen. Vor einiger Zeit wurde diese Delegation in Puiseaux empfangen, dies war die Gelegenheit eine Broschüre über die 90 gedrehten Kirchtürme herauszugeben.

Gedreht aber nicht verkehrt
Diese gedrehte Spitze auf den Kirchen ist kein Zufallsprodukt der Natur oder die Arbeit eines Zimmermanns, der dem Alkohol zugetan war. Es scheint so, als dass diese gedrehten Spitzen aus Sicherheitsgründen gemacht wurden. Wenn ein solcher Kirchturm
Feuer fängt, würde er in sich zusammen fallen. Die neunte Hauptversammlung wurde in Barran im Gers abgehalten. Wenn das Treffen in einem solchen Ort stattfindet ist es klar, daß der Appetit beim Essen kommt.
Vor dem Essen stand aber die Arbeit. Sie begann mit einer Besichtigung des Kirchturms von Barran
.

Jean-Claude Pompée zuständig für die Finanzen
Eine Ausstellung wurde eröffnet, wo man alle 90 in Europa bekannten Kirchtürme entdecken konnte. Ohne ein Chauvinist zu sein, muß man zugeben, dass der von Puiseaux einer der schönsten ist.
Wenn man im Gers verweilt ist ein Ausflug nach Auch unerläßlich. Dies war auch geplant.
Die Anwesenden konnten u. a. die gothische Kathedrale bewundern.
Nach dem Besuch in einer Kellerei konnten hervorragende Armagnacs verköstigt werden.
Was wieder beweist, dass man das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden kann.
Was die Hauptversammlung betrifft ist zu erwähnen, dass Jean Claude Pompée als Kassierer in den neuen Vorstand gewählt wurde.
Die nächste Hauptversammlung wird in Nieder-Morschwihr in den Vogesen stattfinden.

Siehe auch unser ausführlicher Aufsatz über die  gedrehten Kirchtürme in Europa

 

Mai 1999 Ein lebender Stammbaum
Samstag,1.Mai: die Mitglieder der Gruppe "Cristal", Jean-Luc und Claudine Hiest haben den Stammbaum ihrer Familie präsentiert. Sie haben die Spuren ihrer Vorfahren, Mathurin und Catherine Hyais aus der Nähe von Fromont aus dem Jahre 1650 gefunden. Geholfen haben ihnen der Cousin Michel und Francine Hyais. Sie wollten so auf eine originelle Weise illustrieren, daß alle Nachfahren von Mathurin und Catherine zu einer Mahlzeit aus dem Picknickkorb eingeladen waren. Es waren genau 252, die dieser Einladung gefolgt waren. Und wie sagt das Lied ( ungefähr), "sie waren gekommen, sie waren alle dort": vom ältesten Teilnehmer Madeleine Stephan, geborene Hiest (7 August 1909 in Paris ) bis zum jüngsten Marc Hardy (geboren am 22. September 1998 in Fontainebleau). Ein anderer Cousin, der Landrat Jean Jacques Hiest aus dem Nachbarschaftsdepartement Seine und Marne war ebenfalls da.
Wenn dieses Jahr die Cousins von der île-de-France, Paris, dem Orléanais, dem Limousin, Normandie, den Alpen und auch dem Gâtinais gekommen sind, so hoffen die Organisatoren, daß für das nächste Treffen , die Cousins von den Niederlanden, (wahrscheinlich) das Herkunftsland der Familie, sich den Hiest und den Hyais von Frankreich anschließen werden.

 

 

Puiseaux ehrt den Bildhauer René Iché durch eine Ausstellung


In einer offiziellen Zeremonie, Sonntag, 26. April, wird an die Deportation erinnert, mit einer Ausstellung der Werke von René Iché, ein sehr bekannter Bildhauer in der Gegend von Puiseaux.

Insbesondere durch das Denkmal der Deportierten von Puiseaux und die Statue, die das Stadion von Beaune-La-Rolande schmückt.
Die Presentation wird von Rose Hélène Iché vorgestellt und wird jeden Tag vom 26. April bis 2 Mai von 10h bis 12 Uhr und von 14h bis 17h im Rathaus von Puiseaux zu sehen sein.

Der Eintritt ist frei

Skulptur René Iché

 

 

Die neue Orgel Entdecken Sie die Orgel

Der Stadt Puiseaux ist es gelungen, eine große Orgel für die Kirche Notre-Dame zu erwerben. Sie veranstaltet ein Konzert, um so dieses neue Instrument vorzustellen und zu entdecken.
Diese offizielle Demonstration findet statt am Freitag, 23. April, 19h in der Kirche von Puiseaux Es spielt Olivier Périn, Lehrer an liturgischen Orgeln der Musikschule von Beaune-Puiseaux. Der Eintritt ist frei

 

Die Region Beauce-Gâtinais gibt sich ein neues Logo

Die Region Beauce-Gâtinais in Pithiverais hat sich in Form eines neuen Logos mit einer neuen visuellen Identität versehen.
Aus Vorschlägen der Kommunikation-Kommission hat das Büro dieses Logo ausgesucht, es wurde konzipiert durch die Agentur Orléanaise " Graffiti ".Ein Logo, um das Land in seiner Mannigfaltigkeit darzustellen. Eine Stadt im Zentrum,

LogoGatinais2.gif (4155 Byte)
symbolisiert der Pfeil den Glockenturm von Pithiviers; die Farbversionen symbolisieren:, Gold für den Weizen , rechts die klaren grünen Furchen denken an den Beauce und rufen die grünen Kulturen vom Gâtinais in Erinnerung, der Boden der Zeichnung versinnbildlicht den Wald. Schließlich wird das Kürzel von einer breiten gesperrten Linie durchzogen, die auf die Wichtigkeit der zukünftigen Autobahn A 19 hinweist.